Pfadfinder beobachten eine Würfelnatter
Der Royal Ranger Stamm RR35
20 Jahr Feier im Gospel Forum - Zelte über den Dächern von Stuttgart

Am letzten Wochenende feierte der Stammposten 35 mit einem viertägigen Fest im Gospel Forum in Stuttgart-Feuerbach sein 20-jähriges Bestehen. Die Auftaktveranstaltung am Donnerstag galt den Leitern und Ehrengästen bei einem pfadfinderischen Abend. Am Freitag wurde das Fest mit einem Tanzball auf sehr festliche und elegante Weise fortgesetzt. Höhepunkt war der Samstag mit seinem vielfältigen Kinderprogramm, dem Festakt am Abend gefolgt von dem Pow Wow. Der Sonntag rundete mit seinen zwei Festgottesdiensten die Festlichkeiten ab.

 

Bunte Luftballons, ein Riesenrad, Feuergeruch und viele freudestrahlende Kinder im traditionellen Pfadfinderhemd, der Kluft, tummelten sich am Samstag um das Gospel Forum in Feuerbach. Schon von weitem fallen die Kohten, die Pfadfinderzelte, auf dem 12 m hohen Dach auf. Der Parkplatz ist ebenso von der so genannten Schwarzware überdacht und darunter lassen sich viele Leute das Essen gut schmecken. Die Kinder sind bei den Workshops oder messen sich bei der Ranger-Olympiade. „Bei den einzelnen Disziplinen sind meist die erlernten Ranger-Techniken, Kreativität, Teamgeist und Geschick gefragt. In erster Linie geht es nicht darum zu gewinnen, sondern neue Dinge zu lernen, sich auszuprobieren, als Team zusammen zu wachsen und Spaß dabei zu haben“ erklärt eine weit angereiste Rangerin aus Zwickau. Etwa 3000 Menschen nahmen über den Tag verteilt an den Feierlichkeiten teil und auch viele blieben noch abends zum Festakt. Dort heizte ein Gitarrenchor mit typischen Ranger-Liedern die Stimmung an und Martin Seiler, Gründer des Stammpostens in Stuttgart, führte mit einer Bild- und Videopräsentation das Publikum in die Historie der Royal Rangers 35 zurück. Anschließend lud die Pfadfinderschaft zum Pow Wow am Lagerfeuer ein. Bei Tschaj, dem Pfadfindertee, Stockbrot und Pfadimusik ließen viele Gäste den Abend bei guten Gesprächen ausklingen.

 

Schon am Donnerstag und Freitag wurde in etwas kleinerem Rahmen gefeiert. Am Abend des Donnerstags fanden sich die Leiter der Pfadfinderschaft und ihre Ehrengäste unter dem Zeltdach ein und eröffneten die Festlichkeiten bei einer leckeren Gulaschkanone.

Freitags war der große Saal und das Foyer in anders Licht gekleidet. Nicht die Räumlichkeit hatte sich in besonderem Maße geändert, sondern die Kleidung der Pfadfinder. In Gala und Nadelstreifen trafen sich die Jugendlichen und Erwachsenen zum Ranger-Ball. Nach Sektempfang und Büffet luden die beiden jungen Gastgeber zum Tanz ein. Die Gäste waren begeistert: „Tanzen macht Spaß! Außerdem ist dies eine gute Möglichkeit auch gesellschaftlich in die Welt der Erwachsenen hineinzuwachsen.“ Diese Möglichkeit wurde bis spät in die Nacht genutzt und jedem war auch anzusehen, dass es Spaß machte, auch wenn manch ein Fuß schon schmerzte.

 

Der Sonntag rundete das viertägige Happening mit seinen zwei Festgottesdiensten ab. Zu Beginn hörte man wieder Gitarrenmusik durch den Saal schwingen, bei der jeder zum mitsingen bewegt wurde. Nach einem kurzen Rückblick trat Pastor Peter Wenz auf die Bühne und bedankte sich bei allen Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz in den letzten Jahren. Nach der Predigt wurde die Gemeinde eingeladen zum Mittagessen zu bleiben. Bei Sonnenschein ließen sich diese Gelegenheit auch die wenigsten der 3000 Gäste entgehen.

 

Am Abend wurden die Kohten dann wieder vom Dach getragen und an ihren Teams zurückgegeben. Damit war zwar das Fest offiziell beendet, aber die Abenteuer der Royal Rangers 35 fanden hiermit wieder einmal einen Anfang. Sicherlich wird es in Zukunft immer wieder die verrücktesten Plätze geben, an denen die Rangers ihre Zelte aufschlagen.