EIS-Stammtreff am 04.02.2012

Bei Gefrierfachbedingungen trafen sich die 35er Royal Rangers aus Esslingen zum samstäglichen Stammtreff. Nachdem die Leiter schon eine Stunde bei 15 Grad unter Null vorgefroren haben, um den Ranger-Kids richtig einheizen zu können und den Tag geistlich vorzubereiten, wurden Starter bis Pfadranger mit kaltem Händedruck und warmen Herzen begrüßt. Hauptstammleiter Martin Seiler nahm die Teammeldung ab und die Royal-Ranger Fahne wurde gehisst, während aus dutzenden Kehlen der Klassiker „Gemeinsam gehen wir durchs leben“ in die Kälte drang.

Geburtstagskind Edwin Berner dürfte es danach ein wenig heiß an seinem Allerwertesten geworden sein, als er wie ein Spielball übers Feuer geworfen wurde, um so seinen besonderen Tag gebührend zu ''feuern''.

Martin Seiler, diesmal in der Rolle des Stimmungsmachers, nahm alle mit auf eine Exkursion in kreativem Seilspringen, welche ihren Höhepunkt erreichte, als der als solches angepriesene Schweizer Meisterseilspringer Andy Bäder aufgefordert wurde sein Können unter Beweis zu stellen. Unter den amüsierten Blicken Vieler versuchte dieser Kläglich in Liegestütze Position das Seil zu überwinden, was trotz anfeuern misslang. Alle die nun von einem unmöglichen Unterfangen überzeugt waren, wurden von Sport-Klasse Schüler Andi Sambale eines besseren belehrt.

Die noch größere Action folgte so gleich, die Langbögen und Pfeile aus Carbonfaser standen bereit. Ein glühen war in den Augen der Kinder und Jugendlichen auszumachen, bei anderen zuckten schon die Finger. Mit Sicherheitsabstand und in Gruppen wurden nun die Ziele der Reihe nach durchlöchert, oft auch die gefrorene Erde aufgelockert. Während die Mädels mit provokanten Sprechchören die Jungs zur Höchstleistung antrieben, trafen diese immer zielsicherer ihre Schaumscheiben und aufgemalten Hasen. Obwohl der Himmel blau und wolkenlos war, zog kurzzeitig mal ein Donnerwetter auf, wenn einem der Leichtsinn in den Kopf stieg und die Sicherheitsvorkehrungen missachtet wurden.

Nachdem alle auf ihre Kosten kamen und der Geruch von Punsch (natürlich alkoholfrei!) sich über der Wiese ausbreitete, wurde dem Ruf folge geleistet und die teils gefrorenen Finger am warmen Becher gewärmt. Dazu gab es eine spannende Geschichte über die Freundschaft zwischen David und Jonathan aus dem alten Testament mit dem Fazit, dass man auch mal auf seine eigenen Ansprüche verzichten und anderen den Vorteil gewähren solle. Ein göttliches Prinzip! Erzählt wurde von Steve, der eine erfreuliche, sympathische Neuerscheinung auf dem Berner-Stückle war. Als Zugabe gab es Vorort selbstgemachte gebrannte Mandeln.
So kalt die Umstände waren, so süß war das Vergnügen!

A.B.